Rotschopfs Blog

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Für eine handvoll Pillen – Zweifel 29. Oktober 2010

Einsortiert unter: Blogsoap — rotschopfstories @ 19:54

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Der Vorgänger: Freitagabend bei Hermione

Seit Tagen fragte ich mich, wer waren diese dubiosen Anzugträger die Nikki einfach so im Handumdrehen, bzw. Genickumdrehen getötet hatten?
Sie musste sie gekannt haben, denn so, wie Nikki sie angesprochen hatte, sprach man keine Fremden an.
Seitdem hatte ich den Spar-Dich-Reich Supermarkt gemieden. Ich war mir nicht sicher, ob mich wirklich niemand bemerkt hatte. Andererseits, dann wäre ich jetzt vermutlich bei Nikki und nicht am Leben.
Kurz hinter mir raschelte es im Gebüsch. Erschrocken warf ich einen Blick über die Schulter. Da war nichts. Ich lief weiter. Es raschelte wieder, diesmal etwas aggressiver.
Ein aggressiv raschelndes Gebüsch? Rotschopf, Du spinnst! dachte ich bei mir. Dennoch beschleunigte sich mein Herzschlag. Ich beschleunigte meine Schritte. Das Rascheln setzte erneut ein.
Es war helllichter Tag, aber ich rannte. Rannte und rannte. So konnte es nicht weiter gehen. Eiligst schloss ich die Tür zum Lachenden Gasmann auf und schlug sie keuchend hinter mir zu.
Zufrieden war ich erst, als die Tür abgeschlossen und ich meine Pistole an mich genommen hatte. Ohne sie würde ich das Haus so schnell nicht mehr verlassen. Was war eigentlich los mit mir? Defihausen schien langsam meine Persönlichkeit zu verändern. Ich war eine schlagkräftige Frau und nun wirkte ich mehr wie ein ängstliches Häschen.
Chefarzt hatte mir Aconitum D30 empfohlen, puh, sofort fühlte ich mich besser.
Barlu musste her! Er hatte mir immer Kraft gegeben. Mit dem großen Bären zusammen würde das Geheimnis der Tür des Spar-Dich-Reich Supermarktes ergründen und hoffentlich auch herausfinden, was mir hier in Defihausen den Mumm raubte…

Weiter geht es bei chefarzt: Psychosen

 

Zoohandlung – Gestank 23. Oktober 2010

Einsortiert unter: Aus dem Leben — rotschopfstories @ 20:03

An der Theke hinter der Kasse stank es. Es war nicht zu beschreiben, aber es roch eklig. Als engagierte Aushilfe ging ich dem Ganzen natürlich auf den Grund.
Dort unten standen jede Menge Kataloge, dünne, lose Blatt Sammlungen, dicke und richtig dicke Wälzer. Mit Eimer, Putzmittel und Lappen bewaffnet machte ich mich ans Werk. Was ich finden sollte war eklig, aber sowas von igitt igitt, man glaubt es kaum.
Nach und nach zog ich die Kataloge hervor. Bei einem Exemplar klebte auf der Titelseite irgendetwas braunes, es war noch nicht ganz getrocknet.
Wagemutig blätterte ich den Katalog auf und musste schlucken.
Kennt Ihr das noch, wenn Eure Eltern mit Euch im Herbst Blätter gesammelt haben und sie in richtig dicken Büchern glattgepresst wurden?
Genau das war hier mit einer Maus passiert! Eure Fantasie wird Euch schon ein richtiges Bild zaubern.
Offensichtlich war eine Maus zwischen die Kataloge gekrabbelt, als gerade einer benutzt wurde. Als der wieder ins Regal zurückgeschoben wurde, war die Maus gefangen und wurde gepresst. Sehr hässlicher Tod. Sehr hässlich.
Der Gestank war mit dem Katalog allerdings verschwunden.

 

Für eine handvoll Pillen – Schreck im Supermarkt 22. Oktober 2010

Einsortiert unter: Blogsoap — rotschopfstories @ 18:26

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Der Vorgänger: Der Tag danach

Da saß ich nun in meinem Auto vor der Polizeiwache. Warum? Warum war ich hier? Ich konnte mich beim besten Willen nicht daran erinnern.
Aus der Wache trat ein großer Mann, den ich in Defihausen noch nicht gesehen hatte und dennoch glaubte ich ihn zu kennen. Woher? Mir wollte es nicht einfallen, also startete ich den Motor und fuhr Richtung Spar-Dich-Reich Supermarkt.
Gedankenverloren füllte ich meinen Einkaufswagen mit allerlei Zeugs.
“Psst, Nummer 1, komm mal her!” zischte es aus einem Regal. Ich erstarrte, was war denn nun schon wieder los?
“Psst, Nummer 77, es soll uns niemand hören!”, flüsterte es zurück.
Ich griff nach einer Verpackung und tat so, als ob ich deren Inhaltsstoffe studieren würde, vorsichtig blickte ich mich um sah aber niemanden.
“Hier gibt es mittlerweile zu viele Mitwisser. Unsere Geheimnisse sind in Gefahr. Wir müssen handeln. Sowie die Tunnel vom Wasser befreit sind, werden wir die Kreaturen aussenden und dafür sorgen, dass die Zahl derer, die uns auf die Schliche gekommen sind gen Null schrumpft!”.
“Da tun wir gut dran!”.
“Was erzählt denn ihr für einen Blödsinn?”, erklang die Stimme der immer hilfsbereiten Verkäuferin Nikki.
“Tut uns leid Nikki, aber das dient einem höheren Ziel!”.
Ich hörte ein entsetzliches Knacken und dann einen dumpfen Aufprall. Ich zuckte lautlos zusammen, bewahrte aber die Contenance.
“Los, schaffen wir sie in den Keller!”
Nun hörte ich Nummer 1 und Nummer 2 etwas wegschleifen. Ich ließ den Einkaufswagen stehen und schlich dem Geräusch nach. Ich konnte nur die Rücken von einem Angestellten des Spar-Dich-Reich Supermarktes und einem Unbekannten erkennen, also ging ich weiter.
Sie brachten die tote Nikki zu einer großen Stahltür und verschwanden dahinter. Ich wartete einige Augenblicke und lief hinterher. Mit einem entschlossenen Handgriff drückte ich die Klinke hinunter. Verschlossen! Mist.
Wirklich? Eigentlich war ich auch erleichtert. Ich bin ja nicht wie Federkiel, die sich völlig allein und unnötig in Gefahr begibt.
Schnellstens ging ich zu meinem Einkaufswagen zurück und schob ihn Richtung Kasse. Meine Waren packte ich aufs Band und wartete, Nikki würde nicht kommen.
“Hallo? Könnte bitte jemand an die Kasse kommen? Haallloooo???”, rief ich.
Nach einigen Minuten kam jemand Unbekanntes herbeigeeilt. Die Schlange betrug mittlerweile fünf Kunden.
“Das wurde aber auch Zeit! Wo ist denn Nikki? Sie hätte uns nie so lange warten lassen!” spottete ich.
“Die hat heute frei!”
Nun wusste ich, dass dies der Fremde sein musste, der Nikki auf dem Gewissen hatte. Sein feiner Anzug lugte unter dem Verkäuferkittel hervor.
Brav bezahlte ich und ging freundlich grüßend. Ich hatte nicht bemerkt, dass es auch noch Nummer 3 gab.

Fortsetzung folgt bei…

 

Für eine handvoll Pillen – auf dem Weg zur Rettungswache 21. Oktober 2010

Einsortiert unter: Blogsoap — rotschopfstories @ 13:55

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Die Vorgänger:
1. Der Klinikkeller
2. Der neue Defi
3.Die Pyjamaparty

Ich schreckte aus meiner Küchenarbeit hoch, ich hatte gerade Chicken Wings, Mozzarella Sticks und Enchiladas verpackt, um sie mit auf Hermiones Pyjamaparty zu nehmen. Der Knall der ertönt hatte war laut, sehr laut. Ich stürzte zum Fenster. In Richtung der Rettungswache flackerte es hell.
Was hatten denn diese Mediziner jetzt schon wieder angestellt?
Vermutlich mal wieder einen Defibrillator getunt und mitten im Raum getestet! Ich lachte auf, diesmal würde ich die Renovierung aber nicht bezahlen. Ich hatte Grobi zwar immer noch in der Hand, aber das nutzte ich lieber effektiver aus. Ich sollte mal mit Basadai sprechen, ob sie nicht lieber auf die Großen aufpassen sollte, die Kinder waren da um einiges vernünftiger…
Ich schnappte mir meine Pistole, schob noch ein Messer in meine Stiefel, das Handy in die Gesäßtasche meiner Jeans, Arnika D12 in die Jacke und sprintete los.
Die Straßen waren menschenleer, meine Stiefel klapperten auf dem feucht-kalten Pflaster. So dunkel war mir die Stadt noch nie erschienen. Ich stoppte abrupt, leichte Nebelschwaden zogen um die Häuserecke vor mir und kamen auf mich zu, wie um mich in meinem Vorhaben zum Wanken zu bringen. Der Wind heulte jämmerlich auf.
In diesem Augenblick flackerten sämtliche Straßenlaternen auf einmal und erloschen. Wenn der Mond geschienen hätte, hätte ich vielleicht etwas sehen können, aber dicke Wolken verschleierten sein Licht. Plötzlich hörte ich feste, schleppende Schritte in der Ferne. Ich suchte verzweifelt nach einem erleuchteten Hauseingang oder ein Fenster, aber es gab keines! Sie schienen verschwunden.
Der Nebel fasste mit seinen kalten Klauen nach meinen Haaren und streichelte mir beinahe über das Gesicht. Ich zuckte, wie von einem Schlag getroffen zusammen und zog meine Waffe.
Die Schritte kamen näher. Kennt Ihr noch die John Sinclair Hörspiele? So fühlte ich mich, wie an jedem Beginn eines John Sinclair Hörspiels.
“Wer immer da auch ist! Stehenbleiben! Ich habe eine Waffe!”. Ich zielte mit meiner Pistole in Richtung der Schritte.
“Haben sie keine Angst! Ich muss mit ihnen sprechen!”, ertönte es aus dem Dunklen.
“Wer sind sie?”.
“Ich werde jetzt meine Taschenlampe anschalten, ich stehe etwas 5 Meter schräg links vor ihnen.”.
Die Dunkelheit wurde daraufhin von einem kleinen Licht durchbrochen. Ein Mann schälte sich aus den Schatten.
Er hielt mir einen Ausweis hin: Special Agent John Sinclar, Behörde für die Überwachung und ordnungsgemäßen Gebrauches und der Wartung von Defibrillatoren.
Mir verschlug es die Sprache, erleichtert liess ich die Waffe sinken.
“Es ist gut, dass sie da sind! Sie werden hier gebraucht! Von mir erfahren sie aber nichts, da müssen sie schon selbst nachforschen!”.
To be continued from Paul

 

Für eine handvoll Pillen – rotschopf und Daniel im Labyrinth 17. Oktober 2010

Einsortiert unter: Blogsoap — rotschopfstories @ 18:02

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Der Vorgänger von Federkiel

Da stand ich nun an meiner Stahltür und wusste, was ich zu tun hatte, Federkiel unterstützen oder retten. Wie gut, dass ich ihr heimlich einen kleinen, getunten “Pimp my Peilsender” in die Jackentasche gesteckt hatte. Man konnte nie genug aufmotzen.
Schon lange hatte ich auf eine Gelegenheit gewartet, meine anderen Fähigkeiten mal wieder auszutesten. Die Katakomben waren dafür geeignet, der Lustige Gasmann war es nicht, es hätte einfach zuviel kaputt gehen können.
Schnell wählte ich die Nummer der Feuerwache:”Hallo? Hier rotschopf, es brennt im Keller des Lustigen Gasmann,
bitte kommen sie schnell!!”
Verzweifelt genug hatte ich geklungen so, dass sich Feuerwehrchef Daniel sicherlich beeilen würde, umziehen und ausstatten konnte ich mich noch.
Nach ein paar Minuten empfing mich wildes Sirenengeheul vor dem Lustigen Gasmann. Daniel kam fix herabgelaufen.
“Wo ist der Brand genau? Ist noch jemand drin?”
“Nimm bitte Deine Axt, Taschenlampe und Sonstiges Kampfgerät mit. Schnell!”
Daniel schaute mich verwundert an, aber er deutete meinen Gesichtsausdruck richtig und kam nach einigen Augenblicken zurück.
Auf dem Weg zum Keller berichtete ich:”Diese unvorsichtige Federkiel ist allein in die Tunnel gegangen. Wir müssen sie finden. Vielleicht treffen wir auch auf GottDerAffen.”
Daniels Kehle entrang sich nur ein gequältes Stöhnen, es klang fast wie “Weiber!”.
Im Keller schaltete ich die eilig installierte Tunnelbeleuchtung ein, damit wenigstens ein paar Meter erhellt waren. Außerdem händigte ich Daniel noch eine portable Notöffnung für die mit sieben Schlössern gesicherte Stahltür aus. Man weiß ja nie. Mit ihr ließen sich alle Schlösser gleichzeitig öffnen.
Mit Kopflampe und der kleinen, liebgewonnenen Handfeuerwaffe im Anschlag betraten wir die dunklen Bereiche des Labyrinths, mein Ortungsgerät zeigte ein deutliches Signal von Federkiel. Daniel hatte ich gebeten mit spezieller Leuchtkreide unseren Weg in umgekehrter Richtung zu markieren, damit wir im Falle einer Flucht nicht erst nachzudenken brauchten.
Federkiel lief ständig Links, rechts, links, ich bewunderte sie dafür, dass sie sich allein hierher zurück wagte.
War das wirklich Mut oder der Stolz einer engstirnigen Journalistin? Ich konnte mich nicht recht entscheiden.
Immer wieder erfüllten nun Geräusche die Gänge. Mal war es wie ein Plätschern, dann klang es wieder wie ein ächzender Baum, der sich unter schwerer Last biegt.
Plötzlich begann sich der Punkt auf meinem Ortungsgerät zu verändern, er wurde schneller, viel schneller.
“Daniel, da stimmt was nicht, wir müssen uns beeilen!”
Nun rannten wir, so gut es ging.

To be continued from Daniel

 

Zoohandlung – waaaahhhh 17. Oktober 2010

Einsortiert unter: Aus dem Leben — rotschopfstories @ 05:46

Fröhlich erschien ich zum Dienstantritt.
Brachte meine Sachen nach hinten, grüßte Cheffe und ging nach vorne hinter die Theke mit der Kasse.
Ein markerschütternder Schrei entrang sich meiner Kehle und ich machte einen Satz nach hinten. Eine riesige Vogelspinne saß dort und schien mich höhnisch zu beäugen.
Erst beim zweiten Blick sah ich, dass sie in einer dieser durchsichtigen Plastikverpackungen eingesperrt war. Dennoch hat man mein Herz bestimmt noch drei Straßen weiter klopfen gehört.
Irgendwann kam dann auch Cheffe nach vorne.
“Ach ja, dass hatte ich dir noch sagen wollen!”
Kopf ab auf die Tischkante, am Allerbesten seinen, so richtig mit Schwung.

 

Zoohandlung – die zweite 17. Oktober 2010

Einsortiert unter: Aus dem Leben — rotschopfstories @ 05:39

Eines (schönen Tages) läutete sanft das Türglöckchen, dass die Ankunft eines neuen Kunden verkündet.
Enthusiastisch blicke ich hoch und bin erstmal versucht den Rettungsdienst zu rufen.
Ein Mann, dessen eine Gesichtshälfte von getrocknetem Blut verklebt ist (wobei ich nicht sicher war, ob es nur Blut war) steht vor mir. Im gleichen Augenblick nehme ich auch den Alkoholgeruch wahr.
“Ich will eine Pizza!” lallte der Herr und zählte mir die gewünschten Beläge auf.
“Entschuldigen Sie bitten, dies eine Zoohandlung. Die Pizzeria ist auf der anderen Strassenseite.” unterbrach ich ihn höflich.
“Ich will aber eine Pizza!”.
“Auf der anderen Straßenseite wird man ihnen gerne weiterhelfen, das hier ist eine Zoohandlung. Wir haben keine Pizza.”
Der Mann starrte mich an, als wolle ich ihn veräppeln, drehte sich dann aber wortlos um und ging.
Hätte ich ihm eine Dose Chappi öffnen sollen? Den Unterschied hätte er in seinem Zustand bestimmt nicht bemerkt, aber glücklicher wäre er allemal gewesen.
Jahre später dachte ich noch, ich hätte den Rettungsdienst rufen sollen, aber ich war jung und allein im Zooladen, ein bißchen Angst hatte ich schon.

 

Zoohandlung 16. Oktober 2010

Einsortiert unter: Aus dem Leben — rotschopfstories @ 21:09

Zu meinen Schulzeiten hab ich aushilfsweise in einer Zoohandlung gearbeitet.
Eltern wollten für ihr Kind ein Zwergkaninchen kaufen. Brav habe ich ihnen von Käfig, über Einstreu bis Futter und natürlich ein Kaninchen alles verkauft.
Sie waren schon beim Hinausgehen, da dreht sich die fürsorgliche Mutter um:”Muss ich dem Zwergkaninchen eine Schüssel Wasser und einen Waschlappen zum Waschen in den Käfig stellen?”
Vollkommen ernst erwiderte ich:”Nein, es putzt sich mit Zunge und Pfoten.”

Ich fühlte mich an den Film “Das Leben des Brian” erinnert, an die Szene, wo alle krampfhaft, dass Lachen zu unterdrücken versuchen. “Er hatte eine schöne Frau, sie hieß Inkontinenzia…”

Losgeprustet habe ich, nachdem die Familie etwas weiter weg war.

 

Für eine handvoll Pillen – Renovierungsarbeiten 15. Oktober 2010

Einsortiert unter: Blogsoap — rotschopfstories @ 18:06

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Nach den gestrigen Erlebnissen brauchte meine, sich immer noch im Aufruhr befindliche Seele, Ablenkung, was konnte es da besseres geben als Arbeit? Na ja, so spontan fallen mir da schon, eins, zwei Dinge ein, aber die sind momentan nicht möglich.
Also brachte ich ein paar andere Sachen ins Rollen.

Fax an Call-a-Renovierung:
Sei gegrüßt Grobi,
hier in Defihausen warten zwei Aufträge auf Dich. Finde Dich bitte noch heute im Lustigen Gasmann ein. Hier ist im Eiltempo ein Bühne showreif zu machen.
Des weiteren bitte ich um Besichtigung des Kellers und die Installation einer mächtigen Stahltür.
In den nächsten Tagen sollte ebenfalls die Renovierung der Rettungswache erfolgen. Wende Dich dort bitte an chefarzt, hermione oder ämpee, zwecks Terminabsprache.
Die Rechnungen gehen bitte an mich.
Vergiss bitte nicht den üblichen Rabattabschlag.

Besten Dank,
rotschopf

 

Für eine handvoll Pillen – nichts mit Lustig im Lustigen Gasmann 14. Oktober 2010

Einsortiert unter: Blogsoap — rotschopfstories @ 19:54

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Da saß ich nun, diese seltsamen Schattenmänner im Lustigen Gassmann bewirtend. Obwohl gerade erst renoviert und installiert, funktionierte die Abhörvorrichtung in ausgerechnet der Loungenische nicht, die sich diese Typen ausgesucht hatten. Dabei hatte ich die Installation höchstpersönlich übernommen. Ich war schon immer sehr technikaffin.
“Wirtin!”
Entsetzt fuhr ich hoch, wie hatte ich unter diesen Umständen so in Gedanken sein können?
Selbstbewusst richtete ich mich auf und streckte mich zu meiner vollen Größe von 178 cm und dennoch reichte ich meinem Gegenüber maximal bis zur Schulter.
“Wo wird die Kleine wohl mit ihren Gedanken gewesen sein?”
“Ich habe mich gefragt, wann sie endlich aus meiner Bar verschwinden und meine Gäste wiederkommen können!?”
Innerlich schluckte ich, hatte ich mich zu weit vorgewagt?
“Du bist aber ein vorlautes, kleines Ding. Aber guten Kaffee machst Du und deshalb werde ich Dir auch nichts tun!”
Er lachte, kratzig, tief, ähnlich einer knarzenden Tür. So langsam hatte ich das Gefühl, die Kontrolle zu verlieren.
Plötzlich packte er mich und zog mich ohne viel Kraftaufwand an sich. Er zog an meinem Haar so, dass sich mein Haarknoten löste und sich in dunkelroten Wellen über meine Schultern ergoss, mein Kopf wurde dadurch gezwungen zu ihm nach oben zu schauen.
Saurer, abgestandener Kaffeeatem schlug mir entgegen:”Ich will, dass Du für mich Kaffee kochst! Ich will ganz genau wissen, wie Du vorgehst, jede noch so kleine Kleinigkeit will ich sehen. Dein Kaffee ist unübertroffen, ich will sein Geheimnis ergründen!”
Wieder musste ich schlucken. Der will KAFFEE? Er will zusehen, wie ich KAFFEE zubereite? An was für einen Widerling war ich da nur geraten?
Sehnsüchtig schaute ich zur Tür, würde bald jemand kommen und mich unterstützen? Allein gegen sechs konnte ich nicht bestehen, zumal ich schon eine Weile niemanden mehr vermöbelt hatte. Goldman-Sachs hatte sich diese Therapie viel kosten lassen. Sie hatte mich aber auch weicher gemacht und nun bekam ich die Rechnung.
Ich wollte mich gerade daran machen den Kaffee zuzubereiten, mit Stinkeatem dicht an meiner Seite, als die Tür aufflog und Hermione fröhlich einen Kaffee bestellt. Guter Dinge setzte sie sich an die Theke. Das gefiel Stinkeatem-Grabesstimme gar nicht.
Er baute sich zu seiner vollen Größe auf, da ging die Tür ein weiteres mal auf. “Tach, physio, brauchst Du meine Hilfe, Wirtin?”.
Nun sah die Bilanz etwas besser aus 3 zu 6, dass konnten wir schaffen. Es wurde Zeit den Lustigen-Gasmann-Okkupierern den Garaus zu machen…

 

 
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