Rotschopfs Blog

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Für eine handvoll Pillen – Süßer die Glocken nie klingen? 2. Februar 2011

Einsortiert unter: Blogsoap — rotschopfstories @ 22:25

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Der Vorgänger: Anna – Die Weddingplanerin

“Oh Rotschopf, ich liebe Dich schon so lange, ich verehre den Boden auf dem Du läufst, ich würde alles für Dich tun. Willst Du meine Frau werden? Willst Du mich heiraten?”.
Ich blickte durch einen Schleier von dunkelroten Haaren, die sich aus meinem Zopf gelöst hatten hinunter auf den Mann, der mir gerade einen Heiratsantrag gemacht hatte. Vanderhoff!
“Ich fühle mich gefesselt.”
Es war eine Feststellung, kein Anflug romantischer Gefühle. Wütend zerrte ich an den Seilen, die meine Arme mit den Stuhllehnen verbanden, aber es tat sich nichts.
“Vanderhoff, verflucht nochmal, was soll das? Mach mich sofort los!”.
Grinsend erhob sich der Mann vor mir. Er war groß, sehr groß. Seine langen Haare umschwärmten ihn und gaben ihm ein verwegenes Aussehen.
“Du hast immer noch Feuer im Blut Rotschopf. Deshalb will ich genau dich! Ich werde meine kleine Widerspenstige schon zähmen.”.
Ohne das ich es wollte lief mir ein Schauer über den Rücken. Der Mann vor mir war pure Leidenschaft. Er war gebildet, reich und verdammt gut gebaut. Wir waren ein Paar, hatten intensive Monate voller Leidenschaft miteinander verbracht, aber dann war ich geflohen. Vanderhoffs Vater war ein einflussreicher Mann, ich hatte nie herausgefunden, was er war, aber ich wusste, dass er es nicht gewohnt war ein Nein zu hören. Er hatte mir Avancen gemacht und bevor ich sein Angebot hätte ablehnen müssen war ich geflohen und als Investmentbankerin um die Welt gejettet, nie lange genug an einem Ort, um Wurzeln schlagen zu können.
“Niemals! Ich bin kein Spielzeug! Nicht für dich und auch nicht für Gerome.”
Vanderhoff streichelte sanft meine Wange.
“Sei unbesorgt meine Liebste. Vater hat mir alles gebeichtet. Er will, dass Du zu mir zurückkehrst und unsere Dynastie mit mir fortsetzt. Er ist alt geworden, er wünscht sich ein ruhiges Leben und Enkelkinder.”
Ich schauderte erneut. Es klang so verlockend, so verführerisch, zum schwach werden. Aber wo war der Haken? Es gab immer einen Haken, das hatte mich meine Arbeit gelehrt.
“Ich kann nicht. Ich habe eine wunderbare Bar, die Menschen brauchen mich dort in Defihausen. Ich sorge für ihre Unterhaltung, bin ihr Seelentröster, der Ort, an dem sie ihre Sorgen vergessen können. Ich kann und will sie nicht im Stich lassen.”.
Grauenhaft liebevoll sah mich Vanderhoff an. Ich wollte ihn schlagen und küssen. Auf ihn einprügeln und ihn behüten. Ihn wegstoßen und ihn an mich ziehen.
Noch war ich Willensstark.
“Mach mich sofort los! Warum fesselst Du mich überhaupt und wie bin ich hergekommen?”
Vanderhoff kniete sich wieder vor mich und sah mir fest in die Augen. Sein Blick bohrte sich in meine Seele.
“Ich wollte sichergehen, dass Du mir zuhörst. Meine Leute haben dich hergebracht. Ich will dich mehr als je zuvor und unser Wiedersehen konnte ich nicht dem Zufall überlassen!”.
“Dann kannst Du mich jetzt gehen lassen. Wir haben uns alles gesagt. Dein Vater hat unsere Liebe damals zerstört. Es ist zu spät!”.
Fest sah ich Vanderhoff in die Augen, einen winzigen Augenblick glaubte ich, dass ich gesiegt hatte. Ich irrte mich und ich hatte unterschätzt wie sehr er in diesem Augenblick mein Ja gewollt hatte.
Vanderhoff streichelte mit einem verführerischen Lächeln mein Gesicht.
“Unsere Hochzeit wird in zwei Wochen statt finden. Du wirst eine wunderschöne und vor allem kluge Braut sein. Dann werden sich alle Bewohner, wirklich alle Bewohner von Defihausen mit uns freuen können!”.
Ich schluckte und nickte. Ich saß in der Falle. Wollte ich ein Stück von meinem bisherigen Leben beibehalten, würde ich heiraten müssen, die nicht ausgesprochene Drohung hatte ein Bild der Zerstörung von Defihausen in meinen Gedanken entstehen lassen und nur so konnte ich es verhindern.
“Eine Schneiderin wird gleich eintreffen, um Maß für Dein Kleid zu nehmen. Ich bitte darum, dass Du ihr deine Wünsche genau mitteilst. Danach kommt ein Architekt, ich habe ihm bereits meine Wünsche für unsere Villa genannt, Deine sollen noch einfließen. Ich baue Dir ein Traumschloss in Defihausen.”.
Vanderhoff band mich los und zog mich an sich.
“Rotschopf, ich tue dies alles nur aus Liebe zu Dir. Ich will dich glücklich machen. Bitte liebe mich ebenso sehr!”.
Ich fühlte mich zerrissen. Wieso kämpfte er nicht um mich, warum warb er nicht um mich, warum zwang er mich? In meinem Kopf kämpften die widerspenstigsten Gedanken, aber eines war mir bewusst, ich musste mich seinen Wünschen fügen, sonst würden Defihausen und seine Einwohner für meine Weigerung büßen. Einen gewissen Spielraum hatte ich aber und den würde ich ausnutzen.
“Ja, wir heiraten.” säuselte ich. Vanderhoff standen Tränen in den Augen.

 

Straßenmusikanten 20. Januar 2011

Einsortiert unter: Aus dem Leben — rotschopfstories @ 22:41

Letztens war ich in der Einkaufszone, also keine Halle, sondern eine richtige, lange Straße, wo es links und rechts Geschäfte in vielen Häusern gibt.
Ich lief gut gelaunt und fröhlicher Dinge an den Schaufenstern vorbei und bekam plötzlich eine Gänsehaut. So eine tiefgehende, eklige, gar nicht weggehen wollende. Etwas irritiert lief ich weiter und dann taten sich auch in meinen Ohren seltsame Dinge, sie klingelten, es knarzte und knirschte und dann pfiff es in ihnen, dass es nur so durch Mark und Bein ging.
Da war ich dem Übel auch schon so nahe gekommen, dass es beinahe körperlich weh tat. Ein Straßenmusikant!
Er klimperte so fröhlich und voller Inbrunst auf seiner Gitarre und sang dazu so schief und krumm, mal tief und mal krächzend, war dabei aber geradezu verzückt, so dass ich mich ihm am liebsten vor die Füße geworfen und ihn angefleht hätte:”Bitte, bitte, hör auf zu Singen! Ich zahle dir Geld, aber hör auf und tue es nie wieder! Bitte, bitte, bitte…”
Der Film Mars Attacks schildert das ganz vorzüglich, was passiert, wenn man die falsche Musik hört. Den Außerirdischen zerplatzen die Köpfe! Diese Szene hatte ich im Kopf. Ich musste schmunzeln. Nun denke ich jedes Mal daran, wenn mein Weg sich dem des Musikanten nähert. Da geht es mir gleich viel besser. Aber warum zum Teufel muss er ausgerechnet neben meiner Bushaltestelle singen???
Irgendwann, ja irgendwann einmal wird ein vorlautes Mundwerk ihm sagen, dass er mit seiner Musik Ausserirdischen die Köpfe zerplatzen lassen könnte. Und ich kann nicht dafür garantieren, dass ich mich zurückhalten kann… frei nach dem Motto: Du singst gerne??? — Warum lernst Du es dann nicht?

 

Arschbombe – einmal anders 31. Dezember 2010

Einsortiert unter: Aus dem Leben — rotschopfstories @ 22:54

Es war einmal… Da war ich ein Teenager und hatte meinen ersten Freund. Sowohl er, als auch ich haben zu Sylvester gerne Böller verknallt. Er die großen, ich die kleinen.
Auf dem ehemaligen Grenzstreifen konnte man herrlich knallen und hatte eine tolle Aussicht.
Es war knackig kalt und es lag viel Schnee, der teilweise schon zu glatten Flächen getrampelt war.
Wir knallten dort also. Mein Freund hatte gerade einen schönen, dicken Böller gezündet, als er plötzlich ausrutschte. Der Böller flog ihm aus der Hand… aber wohin???
Voller Panik sprang er wieder auf, er kam aber nicht gleich hoch, weil es so glatt. Es wäre schon sehr lustig anzusehen gewesen, wenn nicht ein gezündeter D Böller im Spiel gewesen wäre.
Plötzlich musste ich schallend lachen, ich hatte den Böller gefunden. Der Gute hatte ihn mit dem Hintern ausgedrückt! Der würde nicht mehr so schnell explodieren. :)

 

Krank krank krank 23. Dezember 2010

Einsortiert unter: Aus dem Leben — rotschopfstories @ 21:22

Update 31.12.2010: jetzt geht’s tiefer, eine
Kieferhöhlenentzündung. Hört das denn nie auf??? /Update Ende
Natürlich handelt es sich nur um Kleinigkeiten, wie Mandel-,
Mittelohr-, Nasennebenhöhlenentzündung, Magen-Darm Geschichten,
grippale Infekte, Schnupfen, Husten und Schleim, Schleim, Schleim.
Habt Ihr Euch eigentlich schon mal Gedanken über die verschiedenen
Arten des Nasenschleims gemacht? Von durchsichtig-dünnflüssig, über
milchig-zäh, zu neongrün-stückig über dunkelgelb-pudding-bröckelig
sind da sämtliche Zwischentöne und Festigkeiten vertreten.
Eigentlich könnten dm und Rossmann ihre sämtlichen
Taschentuchbestände geradewegs an mich liefern und trotzdem müsste
ich wahrscheinlich noch irgendwo zukaufen. Es nervt! So! Ich will
definitiv das ganze Krankheitszeug abgeben. Seit September wird es
hier einfach nicht mehr gesund. Ich fürchte aber, da muss ich noch
bis zum Einzug des Frühlings warten… *Seufz…* Der beginnt nicht
zufällig schon im Januar, oder???

 

Für eine handvoll Pillen – Programm im Lustigen Gasmann 19. Dezember 2010

Einsortiert unter: Blogsoap — rotschopfstories @ 22:25

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Der Vorgänger: Weihnachtselfen auf Irrwegen von Federkiel

Zum Glück hatte ich für den Lustigen Gasmann nie Waren aus dem Spar-Dich-Reich Supermarkt geordert. Das war mein reines Privatvergnügen. Ich musste immer noch würgen, wenn ich an die künstlichen Lebensmittel dachte. Verwundert war ich, dass in den Medien keinerlei Berichterstattung erfolgt war. Die Lobby schien also sehr mächtig zu sein.
Ich wollte mich dem aber nicht beugen und würde im Rahmen der dreitägigen Weihnachtsfeier im Lustigen Gasmann den Film Brust oder Keule zeigen. Hier mal ein Appetithäppchen:
Brust oder Keule Trailer
Das wird bestimmt ein Spaß werden.
Ansonsten gibt es ein schönes Programm.
Am 24.12. das Harmonie Dinner, für alle, die Weihnachten nicht Zuhause verbringen wollen. Am 25.12. ein Meet, Eat and Greet, mir war es gelungen die Band Nightwish zu einem kleinen, geheimen Gastauftritt zu bewegen. Und am 26.12. gibt es Wish & Zisch mit Flying Buffet und Dj GigaDefi.
Jede Menge weitere Überraschungen hatte ich bereits gebucht.
Die Tickets waren fast ausverkauft.

 

Für eine handvoll Pillen – Das Geheimnis des Supermarktes 11. November 2010

Einsortiert unter: Blogsoap — rotschopfstories @ 13:59

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Der Vorgänger: Die Kinder spielen Herlock Scholmes bei Basadai

Folge den roten Herzchen. Was für ein Kitsch! Aber ein liebevoller. Es freut mich, wenn die Bewohner von Defihausen ein bißchen glücklicher werden. Vielleicht sollte ich im Lustigen Gasmann mal ein Speed Dating veranstalten. Ist bestimmt lustig.
So, Grobi hat mir die Schlüssel des Spar-Dich-Reich Supermarktes “besorgt”. Schnell habe ich mich in meine dunkle Kluft geschmissen. Ein Messer im Stiefelschaft, meine kleine, aber schlagkräftige Günther Ppk in der Jacke und jede Menge Kleinigkeiten am Werkzeuggürtel, wie Taschenlampe, eine selbst aufblasende Gasmaske, Liebestrank. Liebestrank? Ein wenig wundere ich mich schon, aber vielleicht nützt es ja zu irgend etwas.
Ah, da kommt schon Anna, ebenso unauffällig gekleidet und gut ausgestattet. Wir verschmelzen wortlos mit den Schatten der Dunkelheit.
Der Parkplatz des Supermarktes liegt schon im Dunklen, alle sind beim Laternenumzug.
Wir ziehen uns die Kapuzen über den Kopf, damit uns eventuelle Kameras nicht identifizieren können.
Schnell ist die Alarmanlage deaktiviert und die Tür geöffnet, wie zwei Ninja schleichen Anna und ich durch die düsteren Supermarktgänge, wir verstehen uns wortlos.
Endlich stehen wir vor der Stahltür. Anna greift zur Klinke, ich halte Günther gezückt, jederzeit bereit zu schießen. Noch einmal tief durchatmen und dann geht es los.
Die Stahltür ist offen, aber es ist dunkel. Wir betreten den Raum, schließen die Tür und tasten nach dem Lichtschalter. Das grelle Licht blendet uns einen Augenblick. Hier ist nichts. Gar nichts. Keine Waren, keine Kisten nichts. Nur nackter Stahl. Wir teilen uns auf. Es dauert eine Weile, aber dann haben wir die Geheimtür gefunden.
Mit einem leisen Klick öffnet sie sich und wir können weiter, eine Stahltreppe hinunter gehen.
An derem Ende stoßen wir auf eine weitere Tür, die durch ein Codefeld gesichert ist. Zum Glück hat Anna den Code Knacker dabei und bald können wir die Tür öffnen.
Wir trauen unseren Augen kaum, wir stehen in einem hell erleuchtetem Labor. Eine riesige Maschine verrichtet hier ihre Arbeit. Es zischt und brodelt und pfeift und am Ende kommt dort, wir schauen einmal, schauen zweimal. Ein frisches Huhn kommt heraus!
Vorsichtig bewegen wir uns zum Steuerpult. Lebensmitteldiffusor 2.0, we make your Food with chemicals steht dort als Werbeslogan.
Spaßeshalber drücken wir eine Taste für Brokkoli und tatsächlich, das Gemüse wird umgehend hergestellt.
“Igitt!” entfährt es uns zeitgleich.
“Aber, aber meine Schönen, wer wird denn da solche Vorurteile haben???”
Erschrocken wirbeln wir herum. Zwei Anzugträger stehen im Ausgang und versperren uns den Weg…

Weiter geht es bei Anna

 

Marienkäferinvasion 10. November 2010

Einsortiert unter: Aus dem Leben — rotschopfstories @ 13:37

Seit ein paar Tagen finde ich immer wieder Marienkäfer in meiner Wohnung – meistens tot.
Einer hängt als Deko an der Gardine, einer fiel mir entgegen, als ich ein Buch aus dem Regal nahm, zwei habe ich im Badezimmerfenster eingequetscht und vier Stück haben sich zwischen Fensterrahmen und dem Klebeband vom Insektenschutzgitter zur Ruhe gelegt. Fünf Stück krabbelten an der Fensterscheibe zum Balkon entlang.
Mal gucken, wo ich noch welche finde.

 

Bloggen – Do’s and Dont’s 9. November 2010

Einsortiert unter: So am Rande — rotschopfstories @ 21:08

Ein Leser meines Blogs hat mir vorgeworfen, ich wäre nicht objektiv gegenüber der Feinen Dame in meiner Nachbarn Geschichte und dürfe das Internet nicht als rechtsfreien Raum sehen, da ich sie mit meinen Aussagen beleidigen würde. Dies könne Konsequenzen haben.
Ich habe lange darüber nachgedacht. Ich habe mich dafür entschieden, dass, in diesem Falle, möchte ich gar nicht objektiv sein.
Warum blogge ich? Gerade, weil ich mir so meinen Frust und meine Hilflosigkeit von der Seele schreiben möchte (ganz nebenbei bekomme ich auch warme Füsse vor Wut beim Schreiben) ;) .
Wie ist das also mit dem Bloggen? Ich habe mich mal ein bißchen informiert.
Man darf natürlich eine Person, die deutlich zu erkennen ist oder genannt wird, nicht beleidigen.
Man darf, ohne Erlaubnis, keine Fotos, etc., die man nicht selbst gemacht hat, veröffentlichen. Bei selbst gemachten Fotos muss man allerdings auch auf das Motiv achten.
Man darf Links zu rechtswidrigen Inhalten nicht setzen oder muss sie bei Kenntnisnahme sofort löschen.
So richtig gesetzlich geregelt ist das Bloggen allerdings nicht.
Update: Nach den Gesetzen des StGB muss man sich natürlich richten! /Update Ende
Man muss sich von Gerichtsurteil zu Gerichtsurteil orientieren.
Was bedeutet das nun für mich?
Ich gedenke, meinen Frust einfach in Fantasiegeschichten auszulassen in denen ich Situationen verarbeite, aber stark abstrahiere.
Wundert Euch also bitte nicht, wenn es jetzt manchmal seltsam wird.
Und mein Dank gilt dem aufmerksamen Leser, es kann mich nur besser machen…

 

Nachbarn 4. November 2010

Einsortiert unter: So am Rande — rotschopfstories @ 21:08

Ich habe Nachbarn. Das ist ja an sich nichts besonderes, aber diese hier scheinen echt durchgeknallt zu sein. Direkt unter mir wohnt die Feine Dame, die hat Probleme mit Familie X. und Familie Y. Als ich eingezogen bin, musste sie mir, obwohl ich das gar nicht wissen wollte, alles brühwarm erzählen.
Familie X. hat ihrer Tochter absichtlich die Hand in der Tür eingeklemmt, das Verfahren wurde eingestellt, weil nicht bewiesen war, dass es vorsätzlich war. Familie Y. hat vor einiger Zeit zusammen mit Familie X. eine alleinerziehende Mutter, die zwischen ihnen wohnte, aus der Wohnung herausgeklagt, weil das Baby nachts schrie und die Kinder sowieso zu laut waren.
Familie X. schmeißt absichtlich und mit voller Wucht abends ihre Glasflaschen in den Recyclingcontainer, um die Feine Dame zu ärgern und die Wäsche anderer Leute schmeißen sie gerne von der Wäscheleine runter, wenn sie im kleinen Waschkeller hängt.
In meiner Wohnung wollte die Feine Dame, dass die Hausverwaltung schallisolierende Maßnahmen vornimmt, da die Wohnungen ja so hellhörig sind, sie weiß immer, ob jemand im Sitzen oder Stehen pinkelt.
Aber natürlich hat das die böse Hausverwaltung abgelehnt.
Eigentlich sind ja alle böse, nur sie natürlich nicht, sie ist so nett und unschuldig und alle Welt hat sich gegen sie verschworen. *würg*
Neulich war sie drei Wochen verreist. Von Beginn der kalten Jahreszeit bis vor kurzen. Zwei Wochen davon waren alle Fenster angekippt und ich habe mich gewundert, warum mir am Boden die Füße festfrieren! Nun ist sie wieder da und die Fenster sind tagsüber weiterhin geöffnet. Danke liebe Feine Dame. Ich mache in meiner Wohnung eine gratis Kneipp Kur. Wer hat sowas schon???
//Ironie off
Mal gucken, was für Geschichten noch so aus ihr hervorsprudeln…

 

Für eine handvoll Pillen – Zweifel 29. Oktober 2010

Einsortiert unter: Blogsoap — rotschopfstories @ 19:54

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Der Vorgänger: Freitagabend bei Hermione

Seit Tagen fragte ich mich, wer waren diese dubiosen Anzugträger die Nikki einfach so im Handumdrehen, bzw. Genickumdrehen getötet hatten?
Sie musste sie gekannt haben, denn so, wie Nikki sie angesprochen hatte, sprach man keine Fremden an.
Seitdem hatte ich den Spar-Dich-Reich Supermarkt gemieden. Ich war mir nicht sicher, ob mich wirklich niemand bemerkt hatte. Andererseits, dann wäre ich jetzt vermutlich bei Nikki und nicht am Leben.
Kurz hinter mir raschelte es im Gebüsch. Erschrocken warf ich einen Blick über die Schulter. Da war nichts. Ich lief weiter. Es raschelte wieder, diesmal etwas aggressiver.
Ein aggressiv raschelndes Gebüsch? Rotschopf, Du spinnst! dachte ich bei mir. Dennoch beschleunigte sich mein Herzschlag. Ich beschleunigte meine Schritte. Das Rascheln setzte erneut ein.
Es war helllichter Tag, aber ich rannte. Rannte und rannte. So konnte es nicht weiter gehen. Eiligst schloss ich die Tür zum Lachenden Gasmann auf und schlug sie keuchend hinter mir zu.
Zufrieden war ich erst, als die Tür abgeschlossen und ich meine Pistole an mich genommen hatte. Ohne sie würde ich das Haus so schnell nicht mehr verlassen. Was war eigentlich los mit mir? Defihausen schien langsam meine Persönlichkeit zu verändern. Ich war eine schlagkräftige Frau und nun wirkte ich mehr wie ein ängstliches Häschen.
Chefarzt hatte mir Aconitum D30 empfohlen, puh, sofort fühlte ich mich besser.
Barlu musste her! Er hatte mir immer Kraft gegeben. Mit dem großen Bären zusammen würde das Geheimnis der Tür des Spar-Dich-Reich Supermarktes ergründen und hoffentlich auch herausfinden, was mir hier in Defihausen den Mumm raubte…

Weiter geht es bei chefarzt: Psychosen

 

 
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